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SCCM 2012 – Pakete vs Anwendungen

Es gibt häufig Diskussionen ob man lieber Pakete oder Anwendungen in SCCM 2012 benutzt.  Auch ich stand schon oft vor dieser Frage und habe die wichtigsten Informationen  herausgesucht und niedergeschrieben:

Pakete:

Mit Paketen kann Software bereitgestellt, installiert und konfiguriert werden, die den Anforderungen der einzelnen Clients entspricht. Dies wird über Programme erreicht mit denen die nach Eingang des Pakets auf dem Client erforderlichen Aktionen identifiziert werden.

Für Pakete ist die binäre differenzielle Replikation optional und standardmäßig nicht aktiviert.

Anwendung:

Eine Anwendung im Configuration Manager 2012 enthält die Dateien und Informationen, die zur Bereitstellung von Software auf einem Gerät erforderlich sind.

Von den Anwendungen im Configuration Manager 2012 wird eine benutzerorientierte Verwaltung unterstützt, das heißt, es können bestimmte Benutzer und Geräte einander zugeordnet werden. Anstatt sich den Namen des Geräts eines Benutzers merken zu müssen, kann man nun die Software für den Benutzer und das Gerät bereitstellen.

Ein großer Vorteil bei Anwendungen sind die Abhängigkeiten die sich für ein Programm einrichten lassen.

Als Beispiel:

Dynamixs AX benötigt .NetFramework. Also stellt man eine Abhängigkeit zu der Anwendung .NetFramework her und wenn man Dynamixs AX auf einem Client ausrollt wird als erster Schritt .NetFramework automatisch vorab installiert ohne das man diese Anwendung vorher auf dem Client separat installieren muss.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Anwendung bevor sie auf dem Clienst installiert wird, durch eine Prüfklausel (Dateisystem, MSI Code oder Registryeintrag) den Client überprüft ob das Programm schon auf dem Client installiert ist. Sollte die Klausel die im Vorfeld definiert ist ein „true“ zurückgeben, wird das Programm nicht installiert und der Benutzer hat auch keine Möglichkeit dieses immer wieder erneut zu installieren.

Für Anwendungen im Configuration Manager 2012 wird eine zustandsbasierte Überwachung unterstützt, mit deren Hilfe der letzte Anwendungsbereitstellungszustand für Benutzer und Geräte nachverfolgt werden kann. In den Zustandsmeldungen werden Informationen zu einzelnen Geräten angezeigt.

Für die Übertragung von Anwendungen wird immer die binäre differenzielle Replikation verwendet.

Was bedeutet binäre differenzielle Replikation??

Dies bedeutet, dass wenn man eine Anwendung erstellt hat und dann Änderungen daran vornimmt, werden bei bis zu 4 Änderungen nur die Deltas an den Verteilungspunkt übertragen und erst bei der 5. Änderung, wird das komplette Paket erneut an den Verteilungspunkt komplett gesendet.

FAZIT:

Mein persönliches Fazit und meine Präferenz aus dieser Zusammenstellung, liegt auf den Anwendungen. Es überwiegen einfach die Vorteile der Installationsprüfung, der Abhängigkeiten und der binären differenziellen Replikation.

Natürlich benötigt man auch weiterhin noch Pakete, allerdings sollte die Anzahl der Pakete auf ein Minimum reduziert werden.

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Ein Gedanke zu „SCCM 2012 – Pakete vs Anwendungen“

  1. Wir nutzen die Anwendungen in SCCM 2012 gar nicht. Software wird über Pakete bereitgestellt, die dann über Tasksequenzen auf den PCs installiert werden. Abhängigkeiten und Vorraussetzungen werden in der Tasksequenz manuell definiert und überprüft / sichergestellt. Works like a charm

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