SCVMM 2012 – Automatisierung – der Weg zum VM Template

Eine der Grundfunktionen des System Center Virtual Machine Managers ist die Möglichkeit virtuelle Maschinen aus Templates heraus erstellen zu können. Der Weg zu einem solchen Template ist weder kompliziert noch verworren; aber er ist komplex. Den Weg zu einem solchen Template beschreibe ich in diesem Artikel.

Der Artikel gilt generell für die SCVMM Versionen SCVMM 2012, SCVMM 2012 SP1 und SCVMM 2012 R2.

Wie immer ist eine umfassende Screenshot-Sammlung Teil des Artikels. Grund hierfür ist die spätere Nachvollziehbarkeit aller Konfigurationsoptionen.

Meilensteine

  1. Erstellung einer Basis VM
  2. Installation des Basis-Betriebssystems
  3. Klonen der Basis VM
  4. Erstellung der VM Vorlage

 

Erstellung einer Basis VM

Es muss eine VM erzeugt werden, von der wichtige Eigenschaften und Parameter später unverändert ins Template fließen und damit Basis für viele VMs sein werden.

Diese sind unter anderem der Name und die Größe der virtuellen Festplatte.

Hier der Weg zur Basis VM:

 

Starten des Assistenten um die virtuelle Maschine zu erstellen:


 

Neue virtuelle Maschine mit leerer virtueller Festplatte erstellen. Alternativ kann auch eine bereits vorhandene Festplatte mit bereits installiertem Betriebssystem verwendet werden:


 

Festlegung des Namens der virtuellen Maschine. Der Name schlägt sich direkt auf den Namen der virtuellen Festplatten aller VMs durch die später aus dem Template erzeugt werden.
Auswahl der Generation der VM. Die Unterschiede sollen hier nicht betrachtet werden.


 

Die Hardwarekonfiguration. Grundlegende Einstellungen zur verwendeten Hardware. Soll die Maschine später mit Updates versorgt werden, bietet sich hier direkt die Netzwerkkonfiguration an:


 

Auswahl des Zieles. Zum aktuell Zweck macht es Sinn hier eine Hostgruppe auszuwählen.


 

Anschließend kann der Host aus der gewählten Hostgruppe ausgewählt werden auf dem die VM bereitgestellt wird:


 

Die Angabe des Speicherpfades der virtuellen Maschine auf dem Host:


 

Angabe des Verhaltens der virtuellen Maschine beim beenden des Virtualisierungshosts und beim Starten des Virtualisierungshosts:


 

Die obligatorische Zusammenfassung:


 

Die Bestätigung der fehlerfreien Erstellung in den Aufträgen des SCVMM 2012:


 

Hier die Übersicht, dass die virtuelle Maschine auf dem Host vorhanden ist:


 

Installation des Basis-Betriebssystems

Nun muss irgendwie ein Betriebssystem auf die virtuelle Maschine. Der hier einfachste ist die Installation über ein ISO Datenträger-Image; die einzige Möglichkeit ist es natürlich nicht.
In den Eigenschaften der VM kann ein ISO Abbild als Datenträger in die virtuelle Maschine eingelegt werden:


 

Im Anschluss kann die VM über den SCVMM eingeschaltet werden:


 

Zur Durchführung der Installation kann direkt über die SCVMM Konsole eine Verbindung zur VM hergestellt werden:


 

Über die Konsolenverbindung zur VM kann dann die Installation des Betriebssystems vollzogen werden.


 

Auf die Darstellung einer kompletten Betriebssysteminstallation verzichte ich an dieser Stelle allerdings gerne. :)
Nach dem das System installiert ist, macht es natürlich Sinn, die VM auf das gewünschte Patchlevel zu bringen mit dem dann auch die VMs aus der Vorlage heraus bereitgestellt werden sollen.
Es sollte im Betriebssystem nach Updates gesucht werden:


 

Kann beim ersten Mal eine halbe Ewigkeit dauern. Da ist man froh wenn das im Template erledigt ist. Die gefunden Updates sollten den Wünschen entsprechend dann installiert werden. Dieser Vorgang sollte 3-4 Mal durchgeführt werden, damit auch wirklich alle gewünschten Updates gefunden und installiert werden.


Im Anschluss kann die Basis VM heruntergefahren werden.

 

Klonen der Basis VM

Bevor aus der VM die Vorlage erstellt wird, sollte diese dupliziert werden. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass währende des Erstellungsprozesses ein Sysprep durchgeführt und die VM quasi konsumiert wird.


 

Beim Prozess des Klonens der VM können altbekannte Werte erneut beeinflusst werden. Der für mich wichtigste Parameter der geändert werden muss ist der Name der virtuellen Maschine.


 

Auswahl des Ziels, hier die Hostgruppe:


 

Auswahl des Zielhosts:


 

Festlegung des Speicherpfades der VM:


 

Netzwerk ja/nein/welches:


 

Verhalten und Optionen:


 

Die obligatorische Zusammenfassung und der „Erstellen“ Knopf.


 

Der Erstellungs- bzw. Klonprozess:


 

Der Abschluss des Klonvorgangs:


 

In der SCVMM 2012 Konsole können nun beide virtuelle Maschinen gefunden werden:


 

Erstellung der VM Vorlage

Die VM Vorlage kann nun aus dem Klon hergestellt werden:


 

Der Hinweis, dass die ausgewählte VM durch den Prozess der Vorlagenerstellung konsumiert wird:


 

VM-Vorlagenname und eine passende Beschreibung:


 

Die Möglichkeit die Hardware für die Vorlage anzupassen:


 

Angaben zum Betriebssystem können gesetzt werden. Das lokale Administratorkennwort, der Produktkey, Zeitzone, zu installierende Rollen und Funktionen des Windows Betriebssystems, der Domänenbeitritt und ggf. eine Antwortdatei.


 

Auswahl des zu verwendenden Bibliothekservers:


 

Angabe des exakten Speicherpfades in der SCVMM 2012 Bibliothek:


 

Die Zusammenfassung der gewählten Optionen und der „Erstellen“ Knopf:


 

Der Erstellungsprozess kann in den Aufträgen beobachtet und überwacht werden:


 

Die Nachricht über die erfolgreich erstellte VM Vorlage, hier mit einer kleinen Warnung, mit der ich aber leben kann.


 

Die VM Vorlage ist anschließend in der Vorlagenbibliothek zu finden:


 

Diese Vorlage kann nun beliebig häufig verwendet werden um entsprechende virtuelle Maschinen bereitzustellen.

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